Hochsensibel im Job: Gabe oder Fluch?

Du nimmst im Job viel wahr, spürst Spannungen früh und bist nach einem scheinbar normalen Arbeitstag oft völlig erschöpft? In diesem Gastbeitrag beleuchtet Christine Decker, welchen Platz Hochsensitivität in unserer leistungsorientierten Arbeitswelt hat, welche Herausforderungen damit verbunden sind und warum klare Abgrenzung so wichtig ist.

D

Christine Decker | Systemischer Coach, Dipl. Lebensberaterin, Psychosoziale Beratung (Foto: Ursula Schmitz)

Hochsensitivität in einer leistungsorientierten Arbeitswelt

Bewusstsein und Abgrenzung sind von feinfühligeren Menschen im Berufsleben ganz besonders gefordert. Wir leben in einer Welt, in der Bestrebungen wie „schneller, höher, weiter“ um jeden Preis noch immer dominieren. Paradigmen, die für Hochsensitive – an Konkurrenz und Kampf meist nicht interessiert - wenig erstrebenswert sind.

„Damit aggressivere Gesellschaften überleben, brauchen sie allerdings auch immer jene Gruppen von Priestern, Richtern und Beratern.“

Wenn unterschiedliche Wertesysteme aufeinandertreffen

Das Wertesystem der westlichen Gesellschaft entspricht hochsensitiven Personen meist weniger als jenes der östlichen Philosophie. In der Sprache der östlichen Philosophie wird der westliche Kulturkreis von einer Überbetonung der Yang-Aspekte oder männlichen Aspekte menschlicher Persönlichkeit dominiert, die Aktivität, rationales Denken, Konkurrenzkampf, Aggressivität usw. beinhalten und als Ideal angesehen werden.

Im Gegensatz dazu ist die östliche Kultur eher geistig geprägt und betont die Yin-Aspekte oder weiblichen Formen der Persönlichkeit, die als intuitiv, religiös oder mystisch beschrieben werden können. Diese Yin-Attribute sind jedoch in der westlichen Welt stets unterdrückt worden ( Trappmann-Korr,B.,S.110).

Eine Tatsache, unter der hochsensitive Menschen, Frauen wie auch Männer, immer wieder leiden, wenn sie in der Mehrzahl von Menschen umgeben sind, die dem westlichen Weg folgen.

Verlässlichkeit und Perfektionismus können zur Belastung werden

Versuchen hochsensitive Personen mitzuspielen und ihre Veranlagung zu verleugnen, können sie sich schnell erschöpfen und innerlich in Konflikte geraten.

Ihre Neigung zum Perfektionismus, ihre Verlässlichkeit, Genauigkeit und ihre sozialen Kompetenzen machen sie häufig zu Mitarbeiter:innen, denen man noch mehr auflädt, weil sie das Unmögliche möglich machen können und die selten „STOP“ sagen.

Neben Ihrer Erschöpftheit bringt ihnen das zuweilen auch den Neid und die Eifersucht von Kolleg:innen. Die Herausforderungen sind groß.

Der achtsame Umgang mit sich selbst steht an oberster Stelle!

Die eigenen Stärken erkennen und bei Stress stabil bleiben

Genau da setzt unser Webinar „Deep & Steady“ und in weiterer Folge unser Workshop an. Der Fokus auf die Stärken von feinfühligeren Personen und die Stabilisierung bei Stress hilft im Alltag und Berufsleben wieder mit Leichtigkeit auf uns selber und auch auf das Umfeld zu blicken.

Auch für Unternehmen ist die bewusste Auseinandersetzung mit Hochsensitivität ein wichtiger Bestandteil von Diversity.

Gemeinsam mit Katharina Plamberger schauen wir regelmäßig auf dieses spannende Thema. Wir freuen uns auf den Austausch und das gemeinsame Lernen mit interessierten Teilnehmer:innen.

Kostenloses Webinar: Deep & Steady

Mehr erschöpft im Job als andere?

Die Aufnahme zu unserem Webinar und weiteren Informationen sowie aktuelle Termine zu unseren “Deep & Steady” Workshops findest du ab Oktober hier und unter chrisdecker.at.

 

Chris Decker Coaching
+43 664 884 71172
office@chrisdecker.at
chrisdecker.at | LinkedIn | Instagram

Weiter
Weiter

Wenn Leistung erschöpft